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Onlineshop Erstellung

Du interessiert dich also für das Thema Onlineshop Erstellung. Je mehr du dich mit dem Thema beschäftigst, desto mehr Fragen werden entstehen. Du verbringst einen Tag oder mehr mit der Recherche bei Google und auf den Internetseiten von Agenturen und stellst fest, das Thema Onlineshop Erstellung ist komplexer als gedacht.

Aber deine Hausaufgaben hast du schon gemacht, oder? Prima, aber nur zur Sicherheit nochmal nachgefragt:

    • WeiĂźt du, wer deine Zielgruppe ist, wie dein perfekter Kunde aussieht?
    • Kennst du die Markt- und Konkurrenzsituation?
    • Weisst du, wie du dich von bestehenden Shops abgrenzen kannst?
    • Hast du dich mit deinen Rechten und Pflichten vertraut gemacht?

Geschäftsmodell definieren

Bevor du überhaupt loslegen kannst, musst du zunächst einmal dein Geschäftsmodell definieren. Dafür ist es wichtig, dass du dir über gewisse Dinge, vor allem bezüglich deines Angebotes und deiner Verkaufsstrategie, Gedanken machst, bevor du deinen Shop erstellst.

Diese Faktoren können nämlich bereits maßgeblich für die Auswahl des richtigen Shopsystems sein und sollten von Anfang an mit einbezogen werden. Im Folgenden habe ich ein paar Punkte und Fragen als Anregung zusammengestellt.

Im Laufe der Zeit haben sich im Bereich E-Commerce unterschiedliche Geschäftsmodelle durchgesetzt:

Pure-Online-Handel

Bei diesem klassischen Online Shop findest du die klassischen Online Händler, wie beispielsweise Otto, Zalando oder Amazon.

Sie stellen ihre eigenen Sortimente zusammen und bieten diese über das Internet an. Viele Onlineshops in Nischen nutzen dieses Geschäftsmodell.

Kooperierender Online-Handel

Als kooperierender Online Händler verkaufst du deine Produkte in den meisten Fällen über große Plattformen.

Du hast zwar selbst einen kleinen Onlineshop, generierst aber den meisten Umsatz ĂĽber eine Kooperation.

Vertikalisierter Online-Handel

Dieses Geschäftsmodell wendet sich direkt an Endkunden.

Du bist der Hersteller der angebotenen Produkte und hast die Wertschöpfungskette in deiner Hand.

Vorteil – Du kannst deine eigenen Produkte deutlich gĂĽnstiger anbieten.

Multi-Channel-Handel

Als stationärer Händler richtest du dir deinen Online Shop ein, um einen zusätzlichen Absatzweg zu haben.

Sehr gut geeignet ist der Multi-Channel-Handel vor allem fĂĽr groĂźe Marken.

Was willst du verkaufen?

Im Mittelpunkt deines Shops stehen die Produkte. Es ist daher notwendig zumindest einen ungefähren Plan bezüglich Produktart und -menge zu haben.

Viele Webshop Systeme stellen nämlich z.B. den Verkauf von Downloadprodukten nicht zur Verfügung oder lassen nur begrenzte Produktmengen zu.

Produktanzahl und Produktfokus

Willst du ein Kernprodukt vermarkten oder ein groĂźes Spektrum anbieten? Dies ist eine maĂźgebende Frage.
Allgemein lässt sich sagen, dass es ratsam ist, zumindest innerhalb einer Produktkategorie zu bleiben, um nicht zu einem Gemischtwarenhändler zu werden.

Es kann oft ratsam sein, sich auf ein Produkt zu fokussieren, was dann automatisch mit deinem Shop in Verbindung gebracht wird und so deine Markenidentität stärkt.

Zielgruppe

An wen richten sich deine Produkte? Was ist deiner Zielgruppe wichtig? Hast du eine bestimmte Zielgruppe oder willst du die breite Masse ansprechen?

Was macht dein Unternehmen und Deine Produkte so besonders, dass Kunden bei dir einkaufen sollten?

Welche MarktlĂĽcke schlieĂźt du, die andere Anbieter offen lassen und welche BedĂĽrfnisse deiner Zielgruppe erfĂĽllst du, die Konkurrenten nicht wahrnehmen?

B2C oder B2B?

Wenn du dir Gedanken ĂĽber deine Zielgruppe machst, ist auch entscheidend, ob dein Unternehmen B2B (Unternehmen zu Unternehmen) oder B2C (Unternehmen zu Verbraucher) agiert.

Denn vor allem B2B Unternehmen erfordern oft formal und rechtlich makellose Shops und ein besonders sicheres und stabiles Hosting.

All dies ist bei der Auswahl der Onlineshop-Software entscheidend.

Anforderungen und Mittel bestimmen

Eine der wichtigsten Entscheidungen vor dem Erstellen eines Shops ist, wie umfangreich das Projekt sein soll.

✅  Welche Vorkenntnisse im Bereich E-Commerce bringst du mit?

✅  Wie viel Zeit willst du in die Erstellung und Pflege deines Shops investieren?

✅  Möchte ich das System selbst bedienen?

✅  Wie hoch ist dein Budget?

✅  Wie viele und welche Produkte willst du anbieten?

✅  Willst du Dienstleistungen anbieten, die u.U. an bestimmte Termine gebunden sind?

✅  Ist die Vernetzung des Online-Shops mit deinem Offline-Geschäft oder einem Marktplatz wie Amazon oder eBay – gewünscht? (Stichwort: Multichannel)

✅  Sollen Funktionen zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) vorhanden sein?

Aber auch andere Anforderungen entscheiden über den Erfolg deines Onlineshops.. Aufgrund der steigenden Zahlen an Online Shops ist der Markt hart umkämpft. Das bedeutet, dass du selbst an den Shop hohe Anforderungen stellen musst.

👉   Struktur: Eine klare Struktur und einfache Navigation in deinem Online Shop ist sehr wichtig. Dazu eine professionelle Produktsuche. Hat ein potenzieller Kunde eine genaue Vorstellung, was er bei dir kaufen will, dann muss er es auch schnell finden.

👉  Ladezeit: Je kürzer die Ladezeit ist, desto zufriedener ist der Besucher. In der heutigen Zeit ist es außerdem extrem wichtig, dass du auch eine mobile Ansicht bieten kannst. Außerdem sind diese Faktoren auch für die Positionierung bei Google wichtig. Und in Deutschland ist Google die einzige wirklich relevante Suchmaschine.

👉  Bilder: Damit ein potenzieller Kunde dein Angebot kennenlernen kann, brauchst du nicht nur sehr gute Bilder, sondern auch sehr detaillierte Beschreibungen deiner Produkte. Perfekt, wenn du auch noch Produktvideos einbauen kannst.

Produktbilder vom Hersteller und 1:1 vom Hersteller übernommene Produktbeschreibungen sind zwar verlockend, weil sie wenig Arbeit machen, sind aber für die Individualität deines Onlineshops tödlich. Willst du nicht ausschließlich über den besten Preis verkaufen, was auf Dauer sicher nicht erstrebenswert ist, musst du dich mit deinem Onlineshop vom Wettbewerb unterscheiden.

Dein Online Shop muss eine Beratung bei dir vor Ort, beispielsweise in deinem Laden, ersetzen. Je genauer du deine Produkte beschreibst, desto besser sind die Chancen auf einen Verkauf.

👉  Präsentation deines Angebots: Hast du besondere Angebote zu bieten, dann präsentiere diese auch gut sichtbar.

Die vorgenannten Fragen sind nur deine wichtigsten Anforderungen, die darĂĽber entscheiden, wie komplex dein Shop letztendlich wird. Wenn du die vorherigen Fragen beantworten kannst, weiĂźt du die ersten Dinge, die fĂĽr die Onlineshop-Erstellung wichtig sind.

Welche Funktionen brauchst dein Onlineshop?

Aber es gibt viele weitere Punkte, die notwendig sind, damit dein Online Shop auch funktioniert. Diese Punkte zusammen mit deinen Anforderungen musst du am besten als Liste aufstellen, eine Rangliste daraus machen und nach dem fĂĽr dich passenden Shopsystem suchen.

✅  Welche Bezahlverfahren willst du in deinem Shop anbieten und existieren entsprechende Schnittstellen?

✅  Mit welchen Versanddienstleistern willst / musst du arbeiten – Existieren Schnittstellen zu diesen Versanddienstleistern?

✅  Brauchst du bestimmte Filter- und Suchfunktionen für deine Produkte?

✅  Benötigst du so etwas wie einen Produktkonfigurator?

✅  Wirst du variable Produkte verkaufen?

✅  Muss dein Onlineshop über eine Schnittstelle zu einem Warenwirtschaftssystem verfügen?

✅  Willst du einen Shop an Marketing Portalen anbieten wie beispielsweise Preissuchmaschinen?

✅  Wie plane ich meinen Onlineshop “mobile first“, das heißt: Wie sorge ich für eine responsive Darstellung meines Online-Shops?

✅  Diese Punkte zusammen mit deinen Anforderungen musst du am besten als Liste aufstellen, eine Rangliste daraus machen und nach dem für dich passenden Shopsystem suchen.

Bei dieser Suche gliedern sich Onlineshops grob in 3 Kategorien:

Einfache Onlineshops

Einfache Onlineshops fĂĽr wenige Produkte braucht nicht viel Zeit oder Budget. Je nach Anbieter und Anforderungen kannst du einen solchen Shop sogar kostenlos erstellen. Nach Einarbeitung bist du in der Lage, mit beispielsweise Jimdo oder ALZURA Shop so einen Shop einzurichten und zu betreiben.

Sei dir aber klar darüber, dass du für einen umfangreichen Shop wie für ein richtiges Unternehmen mehr Zeit investieren musst, und der hierfür nötige Funktionsumfang in 15€-Tarifen wie Jimdos billigsten Tarif normal nicht gegeben ist.

MittelgroĂźe Onlineshops

Das bringt uns zur nächsten Stufe, dem mittelgroßen Onlineshop. Vor allem im Bereich Marketing wird einem bei entsprechenden Systemen/Tarifen deutlich mehr geboten.

Selbstverständlich erfordert ein komplexerer Shop ein höheres Budget und bringt mehr Aufwand mit sich.

Das Einrichten und Pflegen des Shops lässt sich hier aber noch alleine bewältigen, weshalb ein solcher Shop besonders für kleine Unternehmen und Händler attraktiv ist.

Komplexe Onlineshops

Für große Unternehmen benötigt es einen komplexen Onlineshop. Softwarelösungen wie Prestashop oder Magento bieten den größten Funktionsumfang und die meisten Anpassungsmöglichkeiten. Dafür müssen sie aber auf eigenem Webspace gehostet werden.

Bei den vorherigen Shop-Typen macht dies meist der Anbieter. Open-Source-Systeme eigenständig zu installieren und einzurichten braucht umfangreiche Erfahrung und Programmierkenntnisse. Deshalb wird dieser Prozess oft an Dienstleister abgegeben.

Das passende Shopsystem finden

Nachdem du deine Anforderungen festgelegt hast, ist es an der Zeit, ein passendes Shopsystem auszusuchen. Um es vorweg zu sagen: “Das “beste” Shopsystem gibt es nicht!” Vielmehr gilt es herauszufinden, welcher Onlineshop-Anbieter die passende Lösung für deine Bedürfnisse bietet. Nachdem du deine Anforderungen festgelegt hast, ist es an der Zeit, ein passendes Shopsystem auszusuchen.

💡 Um es vorweg zu sagen: “Das “beste” Shopsystem gibt es nicht!”

Vielmehr gilt es herauszufinden, welcher Onlineshop-Anbieter die passende Lösung für deine Bedürfnisse bietet. Für kleine Online-Shops mit einer überschaubaren Produktpalette eignet sich ein anderes Shopsystem als für große Shops mit einer Vielzahl an Produkten.

Die Auswahl des richtigen Shop Anbieters und des passenden Shopsystems ist eine der wichtigsten Entscheidungen während der Erstellung deines Online-Shops.

Welche Arten von Shopsystemen gibt es?

Da es derzeit mehr als 200 Onlineshopsysteme gibt, macht es Sinn, sich erstmal zwischen drei (wirklich 3?) unterschiedlichen Software Modellen zu entscheiden.

Onlineshop-erstellen-Infografik - Onlineshop-Modelle

01 – SaaS Shop-System (Mietsysteme)

SaaS steht für „Software as a Service“. Dahinter verbirgt sich, dass das Shopsystem cloudbasiert zur Verfügung gestellt und entweder monatlich, jährlich oder on demand bezahlt wird.

Nach einer Art Baukastenprinzip kannst du deinen Shop so gestalten, wie du möchtest. Allerdings bist du auf die Vorgaben des Anbieters beschränkt.

Da SaaS-Lösungen sind sie vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen geeignet, da sie eine schnelle und unkomplizierte Shop-Einrichtung ohne weiterführende Programmierkenntnisse ermöglichen.

02 – Open Source Shopsysteme

Diese Shopsystem-Software zwar kostenlos, aber es ist eine Menge technisches Know-how nötig. Kosten verursachen hier also eher die benötigten Entwickler.

Da man Zugriff auf den Quellcode hat, gibt es maximale Kontrolle und Flexibilität.

Manche Anbieter setzen auf eine sogenannte Dual-License-Strategie: Diese beinhaltet neben der Gratis-Version auch eine kostenpflichtige Version mit zusätzlichen Funktionen und Support.

03 – Dual-License-Modelle

Einige Unternehmen bieten nicht nur eine Lösung, sondern gleich mehrere an, um flexiblen Kundenwünschen gerecht zu werden.

Dual-License-Modelle sind eine Kombination aus Open-Source & SaaS/On-Premise mit zusätzlichen Funktionen und Support.

Ändert sich dein Geschäftsmodell oder ist eine Expansion geplant, kann ein solcher Anbieter eine gute Möglichkeit sein, dein Shopsystem reibungslos anzupassen, ohne dabei den Anbieter wechseln zu müssen.

Bei anderen Systemen sind solche Aufgabenstellungen oft mit hohem technischem Aufwand verbunden. Eine Software im Dual-License-Modell ermöglicht hohe Flexibilität, bei maximaler Adaption an Geschäftsstrategie, Zielgruppe und Produkt.

04 – On Premise Shop-System – (E-Commerce-Komplettlösungen)

Bei On-Premise-Lösungen erwirbst du eine Lizenz für die Software. Diese Komplettlösungen kannst du dann auf dein Unternehmen zuschneiden.

„On-Premise“ bezeichnet das Hosting beim Betreiber des Onlineshops, was den Unterschied zu Cloud- basierten SaaS-Lösungen darstellt.

Der Aufwand für individuelle Anpassungen ist recht hoch und wird dann häufig mit Unterstützung einer Agentur umgesetzt..

Wegen der verhältnismäßig hohen Kosten lohnen sich solche Shopsystem-Lösungen vor allem für größere Unternehmen mit höheren Sicherheitsstandards und einem entsprechenden Budget.

05 – CMS-Erweiterungen -mit Plugins Shopsysteme integrieren

Für viele Content-Management-Systeme (CMS) wie etwa WordPress gibt es kostenlose Plugins, mit denen sich ein Online-Shop realisieren lässt. Besonders populär ist das Shopsystem-Plugin WooCommerce.

WooCommerce zählt zu den beliebtesten Anwendungen, um einen Onlineshop mit WordPress aufzusetzen. Als Anwender, der WooCommerce bevorzugt, stehst du nicht alleine da. Denn dieses Plug-in gehört zu den beliebtesten sowie am meisten eingesetzten Systemen im E-Commerce Bereich. Die Basisversion kann kostenlos heruntergeladen und eingesetzt werden. Daneben stehen Erweiterungen des Plug-ins zur Verfügung, die zum Teil auch schon einmal etwas kosten.

Für Deutschland steht das zusätzliche Plug-in WooCommerce Germanized zur Verfügung. Dabei sind nicht wenige Funktionen kostenlos nutzbar. Wer die kostenpflichtigen Features benötigt, kann die Pro-Version kaufen.

Die Basis-Version enthält nützliche Funktionen, um den Shop rechtskonform zu gestalten. In der Pro-Version gibt es wichtige Beigaben wie Mustertexte für die Widerrufsbelehrung sowie die AGB.

Vor- und Nachteile der Arten von Shopsystemen

SaaS Lösungen im Vergleich:

✅  monatliche Miete
✅  Baukastenprinzip
✅  auf KMU spezialisiert
❌  meist etwas günstiger

Open Source Online Shopsysteme:

✅  viele Funktionen und Möglichkeiten
✅  Individualisierung
❌  teilweise teuer

On Premise Shopsysteme:

✅  standardisierte und erprobte Modelle
❌  meist etwas teurer

Shop-Plugins:

✅  vorteilhaft bei wenigen Produkten
✅  für Einsteiger geeignet
✅  Erweiterung durch Plugins oder Programmierung
❌  kleinerer Funktionsumfang

💡  Es gibt natürlich neben der Erstellung deines eigenen Online-Shops auch die Möglichkeit, bereits vorhandene Plattformen für den Vertrieb deiner Waren zu nutzen.

Die wichtigsten Funktionen einer Onlineshop Software im Ăśberblick

BeschreibungFunktion
Hosting, Domain, Email-AdressenWird das System vom Anbieter gehostet?
Sind eine Domain und ein Mail-Hosting enthalten?
Eignung fĂĽr den deutschen Markt / DGSVO-konformVerwende am besten nur deutsche Systeme, diese sind meist schon an den deutschen Markt angepasst und somit auch DSGVO-konform.
Marketing-FunktionenWelche der folgenden Marketing-Funktionen sind geboten?

1. SEO
2. Cross-Selling
3. Gutscheine, Rabattcodes
4. E-Mail Marketing (Newsletter und Warenkorb-Abbruch-E-Mails)
5. Blogfunktion fĂĽr Content-Marketing
6. Anbindung von Preissuchmaschinen
7. Integration mit Online-Marketing Tools (Facebook, Google AdWords, TikTok etc.)

Design- und PersonalisierungsfunktionenBesteht die Möglichkeit, Designvorlagen anzupassen, um sie personalisieren und mit deinem Branding versehen zu können?
Kunden-AccountsZur Verwaltung umfangreicher Produktportfolios, die zu groĂź sind, um sie manuell zu verwalten (z.B. mehr als 100 Produkte), lassen sich Produktdaten importieren/exportieren?
BezahlartenWelche Zahlungsoptionen werden unterstĂĽtzt?

Bankeinzug
PayPal
Kreditkartenzahlung (z.B. ĂĽber Stripe oder Paymill)
Amazon Pay
Apple / Google Pay
Ăśberweisung
SofortĂĽberweisung
Rechnung
Per Nachnahme
Ratenzahlung

BuchhaltungsoptionenKann eine Buchhaltungssoftware integriert werden?
Können aus dem Onlineshop direkt Rechnungen erstellt werden?
Können unterschiedliche Mehrwertsteuersätze verwendet werden?
VersandoptionenWird Dropshipping unterstĂĽtzt?
Welche Logistik-Unternehmen werden unterstĂĽtzt? (DHL, UPS, Hermes, etc.)
Preisberechnung nach Regionen und Ländern?
Kunden-BewertungenMöglichkeit von Kunden-Reviews (z.B. Trusted Shops, eKomi oder hauseigenes System).
InternationalisierungSind mehrsprachige Shops möglich?
Können mehrere Währungen verwendet werden?
Deutsche/Österreichische bzw. EU-Gesetzgebung berücksichtigt?Vorsicht bei Shopsystemen aus dem Ausland. Häufig sind diese nicht für den Einsatz innerhalb der EU geeignet. Wir empfehlen nur Online-Shops, die diese Richtlinien einhalten.
SicherheitGibt es eine VerfĂĽgbarkeitsgarantie?
Datensicherheit durch SSL-Zertifikat / SSL-VerschlĂĽsselung
Automatische Backups
SupportWann ist der Support verfĂĽgbar?
E-Mail- und Live-Chat-Support
Telefonsupport
Gibt es Live-Support?
Onlineshop erstellen - Funktionen einer Webshop Software im Ăśberblick
Onlineshop Erstellen - Wordcloud - Funktionsbeschreibungen einer Webshop Software im Ueberblick

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Welches System passt fĂĽr dein Unternehmen am besten?

Hättest du gedacht, dass es ĂĽber 200 verschiedene Shopsysteme gibt? Diese sind teils kostenpflichtige, teils kostenfreie („open source“) Systeme, mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Von Einzelunternehmen oder Hobby-Shopbetreibern, bis weltweit agierenden Konzernen – fĂĽr jede Art von Unternehmen und deren BedĂĽrfnisse gibt es das passende System.

Die Kosten für ein Shopsystem sind im Verhältnis zu allen anderen Kosten, die bei einer Onlineshop-Gründung auf Sie zukommen, nicht relevant.

Der Preis ist nicht alles

Onlineshop erstellen - Infografik - Eingesetzte Shopsysteme nach Land

Daher bringt der losgelöste Preisvergleich von Shopsoftware, insbesondere von Shop-Baukastensystemen, nicht viel. Wenn du dich dauernd um die verhältnismäßig günstigen Unterhaltskosten für dein Shopsystem Gedanken machst, dann solltest du dein Geschäftsmodell vielleicht nochmal auf den Prüfstand stellen.

Ein Shopsystem, das alles kann, gibt es nicht. Realisiere, dass du Abstriche in Kauf nehmen musst. Wenn du ein vernünftiges Shopsystem haben möchtest, um einen erfolgreichen Onlineshop zu betreiben, musst du für ein Shopsystem deutlich mehr investieren als 40 Euro pro Monat.

Unter diesem Preis bekommt man nur “billige Baukasten-Shopsysteme”, mit denen ein relevant erfolgreicher Onlineshop nicht betrieben werden kann. Auch wenn dir die Werbung etwas anders erzählt.

⚠️  Ich werde dir hier keine Empfehlung für ein Shopsystem machen. Nachfolgend erst einmal einige Übersichten über die Systeme, die am weitesten verbreitet sind.

Demnächst wird es zu den verschiedenen Arten von Shopsystemen jeweils Beiträge mit Detailinformationen veröffentlichen. Diese Seite, ist aber jetzt schon sehr lang geworden ist, würde den Umfang sprengen bei dem man so eine Seite noch wirklich liest.

Onlineshop installieren, einrichten, konfigurieren

Wie erfolgt die Einrichtung?

Die Einrichtung erfolgt normalerweise über den Administrationsbereich des Shopsystems. Du solltest von Anfang an darauf achten, den Shop strukturell und optisch so aufzubauen, dass er zu deinem Geschäftsmodell passt.

Besonders wichtig ist es, auch alle rechtlichen Vorgaben des deutschen Marktes zu erfĂĽllen.

Selbst erstellen oder durch eine Agentur erstellen lassen?

Bei simplen und mittelkomplexen Shops lässt sich die Einrichtung normalerweise ohne Hilfe oder umfangreiche Vorkenntnisse bewältigen. Das hängt natürlich vom System ab, manche Shop-Softwares erfordern doch Vorkenntnisse in bestimmten Bereichen.

💡  Ab einem gewissen Umfang, und besonders bei Open-Source-Systemen, empfiehlt es sich aber, eine Agentur mit der Konfiguration zu beauftragen. Falls du Leiter eines Unternehmens bist, besteht natürlich auch die Möglichkeit, neue Mitarbeiter mit den nötigen Kenntnissen einzustellen.

Inhalte definieren – Was soll zu deinem Shop gehören?

Produktpräsentation

Die Produktpräsentation ist einer der wichtigsten Bestandteile eines jeden Shops. Die Kunden sind inzwischen so sehr an hochauflösende Produktfotos und detaillierte Produktbeschreibungen gewöhnt, dass sie unbedingt nötig sind, um im Auge des Kunden seriös zu wirken.

Hochwertige Produktfotos bilden die Essenz einer guten Produktpräsentation, deshalb lohnt es sich, hier viel Aufwand und Geld reinzustecken.

💡  Mach selbst individuelle Fotos von deinem Produkt. Das gibt Pluspunkte bei Ihren Kundinnen und Kunden und Googles Bilder- und Produktsuche, da individuelle Kreativität und tolle Bilder belohnt werden.

👉  Individuelle Texte und Inhalte zu den Produkten erhöhen die Wahrscheinlichkeit, gefunden zu werden, signifikant.

👉  Beschreib nicht nur das Produkt, sondern male ein Bild mit Worten.

👉  Erzähle, wie das Produkt das Leben deiner Kundschaft vereinfachen oder verschönern kann.

Das sind die Elemente einer guten Produktseite:

✅  Deine Produktfotos (und -Videos) sind qualitativ hochwertig und bilden alle wichtigen Informationen ab.

✅  Die Produktdetails erklären in einfachen Worten, was das Produkt ausmacht und was die Eigenheiten sind.

✅  Der Produktname lässt sofort erkennen, worum es sich handelt.

✅  Etwaige Produktvarianten sind einfach zu erkennen.

✅  Rabatte, Vergünstigungen und begrenzte Stückzahl werden auffällig hervorgehoben.

✅  Lieferzeiten und Lieferbedingungen sind direkt erkennbar.

✅  Vertrauenssignale wie z.B. Gütesiegel werden gezeigt.

✅  Ein auffälliger (und rechtskonformen) Kaufen-Button

✅  Es gibt authentische Produktbewertungen und/oder Kundenstimmen.

✅  Kontaktmöglichkeiten sind leicht zu finden.

✅  Blitzschnelles Laden der Produktseite.

✅  Die Produktseite ist zielführend und lenkt nicht vom Kauf ab.

Kategoriebeschreibungen

Besonders bei groĂźem Produktumfang ist es aber sinnvoll, die Produkte in Kategorien einzuteilen, damit sich die Kunden besser zurechtfinden. In diesem Fall sollte auf den Kategorieseiten auch eine Kategoriebeschreibung gegeben sein, die grob umreiĂźt, was den Kunden dort erwartet.

Kategorie- bzw. Produktkategorie Seiten gibt es auf ganz verschiedenen Ebenen. So eine Seite kann entweder sehr generisch sein (“Schuhe”, “Boots & Stiefel”) oder spezifisch (“Stiefeletten fĂĽr Herren”).

✅  Eine gute Shop-Kategorie Seite kann aber auch eine Hub Page sein.

✅  Kategorien beantworten Fragen und dienen als Kaufratgeber.

✅  Mit der Kategorie vermittelst du Expertenstatus zu einem Thema. Ein kleiner Shop kann aber durch mehr Content etwas von der fehlenden Autorität wettmachen.

✅  Bei dem Rechercheprozess unterstützen Kategorien durch weiterführende Informationen inkl. Weblinks.

💡  Eine Kategorieseite sollte nicht nur aus einem automatisierten Titel und Produkten bestehen. Verweise (Verlinke) an passenden Stellen auf beratende Inhalte. Gestalte die interne Verlinkung so, dass User*innen schnellstmöglich finden, was sie suchen. Du kannst also z. B. relevante Subkategorien verlinken. Ziel ist es, die gesamte Kategorieseite so hilfreich wie möglich zu gestalten.

Ăśber uns / Zusatzinformationen

Vor allem wenn es viel Konkurrenz gibt, ist es wichtig den Kunden nicht nur mit den Produkten, sondern auch als Unternehmen zu ĂĽberzeugen und Vertrauen aufzubauen. Einblicke in den Produktionsvorgang sorgen fĂĽr Transparenz und steigern die VertrauenswĂĽrdigkeit.

Dafür ist es wichtig, den Kunden mit Informationen über den Betreiber des Shops und der Entstehungsgeschichte zu informieren. Bedenke: “Menschen kaufen von Menschen!”

✅  Damit Menschen dir folgen, müssen sie dich kennen

✅  Du bist dein bestes Verkaufsargument

✅  Deine Über-mich-Seite ist in Wahrheit eine Für-dich-Seite

✅  Auf der Über-mich-Seite gewinnst du Kunden

✅  Beweise, dass du Experte in deinem Gebiet bist

FAQ Bereich

Viele Fragen, die sich nahezu jeder Kunde stellt, solltest du am besten im Vorhinein beantworten.

💡  Dafür kannst du entweder einen FAQ-Bereich einrichten, oder die Antworten in den Checkout-Bereich einbauen.

✅  Wie lange dauert die Zustellung?

✅  Wie viel kostet der Versand?

✅  Was passiert noch, bevor mein Produkt versendet wird?

Hilfe-Center

Neben dem FAQ-Bereich solltest du zusätzlich zu den obligatorischen Kontaktinfos im Impressum auch interaktiven Kundensupport bieten, um auf spezielle Fragen eingehen zu können und das Gefühl zu vermitteln, tatsächlich mit einem Menschen zu handeln.

Bietest du deinen potentiellen Kunden einen schnellen und erstklassigen Email Support? Erfahrungsgemäß wiederholen sich Fragen irgendwann immer häufiger. Das bedeutet im Klartext, Du bist irgendwann in der Lage, nahezu jegliche E-Mail Anfrage mit einem standardisierten Text zu beantworten. Deine Aufgabe ist es daher, die Fragen zu sammeln und immer mehr Antwortvorlagen anzulegen.

✅  Erstelle ein Kontaktformular

✅  Stelle den Kunden eine Produktanfrage zur Verfügung

✅  Biete eine Chat-Funktion an

💡  Noch besser ist es natürlich, diese Fragen und Antworten direkt in deinem FAQ-Bereich zu beantworten.

Blog, Magazin

Ein Blog eignet sich hervorragend, um Kunden immer wieder mit neuen Hintergrundinfos zu versorgen und ĂĽber neue Produkte und Aktionen zu informieren.

Abgesehen von diesem offensichtlichen Vorteil, erhöht ein regelmäßig aktualisierter Blog die Suchmaschinenrelevanz deines Shops.  Seiten, auf denen beständig neue Inhalte hinzugefügt werden, von Google und Co. höher gewertet werden.

Ein Blog-Bereich in deinem Shop ist eine Möglichkeit, um Kunden zu gewinnen, mit ihnen zu interagieren, sie zu konvertieren und an deinen Shop zu binden. Ich kenne mindestens fünf zwingende Gründe, um in Blog-Beiträge zu investieren:

✅  Schaffe Aufmerksamkeit und ziehe potenzielle Kunden an
✅  Setze auf Customer Engagement und baue Glaubwürdigkeit auf
✅  Konvertiere Kunden
✅  Baue Kundenloyalität und -bindung auf
✅  Content Marketing erzielt kumulierende Erträge (und ist auf lange Sicht günstig)

Zertifikate, Bewertungen und GĂĽtesiegel

Unternehmen brauchen das Vertrauen ihrer Kunden. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher wollen kein Risiko beim Online-Shopping eingehen und kaufen daher eher bei groĂźen und bekannten Marken, die sie bereits kennen und denen sie vertrauen.

FĂĽr dich bedeutet das fĂĽr die Erstellung deines Onlineshops, dass der Aufbau von Vertrauen eine Herausforderung darstellt, die du meistern musst.

Während Kunden in der Anfangszeit des E-Commerce vor allem die Sorge umtrieb, ob sie die bestellte Ware tatsächlich bekommen würden – oder alternativ ihr Geld zurück –, treiben Onlinekunden heute ganz andere Fragen um:

✅  Was passiert mit meinen Daten?
✅  Kann ich die Ware problemlos retournieren?
✅  Vertritt das Unternehmen meine Werte?

Laut Umfrage beziehen über 40 % der Onlinekunden Kundenbewertungen in ihre Kaufentscheidung mit ein. Hier gilt: Vor allem neue Shops müssen Käufer erst einmal davon überzeugen, dass sie vertrauenswürdig und seriös sind.

Das Angebot an Produkten und Dienstleistungen steigt kontinuierlich. Deshalb fällt es Verbrauchern oft schwer, zwischen diversen Angeboten zu unterscheiden und gezielte Kaufentscheidungen zu treffen.

Bewertungsportale gewinnen zunehmend an Relevanz, da diese wertvolle Orientierungshilfe leisten können und vermeintliche Transparenz versprechen. Positive Bewertungen anderer Verbraucher können das Vertrauen in die Produktqualität steigern.

Zertifikate oder Siegel von vertrauenswürdigen Organisationen, oder Bewertungen von Kunden machen immer einen guten Eindruck. Am besten machen sie sich, wenn sie über unabhängige Bewertungsseiten entstanden sind.

Onlineshop Erstellung – Shop Struktur festlegen

Struktur

Anhand der festgelegten Inhalte und Eckdaten kannst du nun die Struktur deines Shops festlegen. Du solltest großen Wert auf Übersichtlichkeit und Zugänglichkeit legen, um das Shopping-Erlebnis der Kunden möglichst angenehm zu gestalten.

Eine durchdachte und ĂĽbersichtliche Shopstruktur ist daher das A und O fĂĽr den erfolgreichen Onlinehandel. Umso wichtiger ist es fĂĽr dich als Betreiber, alle Aspekte hin zu prĂĽfen und gegebenenfalls anzupassen. Dann hast du auf dem Weg zum erfolgreichen Onlineshop bereits den ersten, wesentlichen Schritt getan.

Die Struktur deines Onlineshops legt die großen funktionalen Abläufe fest und sorgt dafür, dass aus technischer Sicht erforderliche Zusammenhänge entstehen und verknüpft werden.

Betrachtest du etwa den Ablauf eines Kunden in deinem Onlineshop, erfolgt dieser üblicherweise im Besuch, dem Weg durch möglicherweise eine oder mehrere Rubriken und Unterrubriken bis hin zum finalen Wunschprodukt. Dann sollte dieses einfach und ohne großen Aufwand in den Einkaufswagen gelegt, sprich gekauft werden.

Diese Verkettung der nacheinander folgenden Schritte eines ĂĽblichen Shop Besuchers mit Erwerb eines Produkts sollte so abgestimmt sein, dass der Besuch reibungslos funktioniert und die dahinterstehenden Funktionen ineinandergreifen. Ansonsten springen Kunden schnell ab.

Call to Action

Der Sinn deines Shops ist, den Kunden dazu zu bringen, deine Produkte zu kaufen. Dies solltest du ihm auch signalisieren. Hierbei ist es wichtig, nicht zu übertreiben, denn tausende Angebotsbanner und Werbe-Grafiken lassen einen Shop schnell, billig und unseriös wirken.

Stattdessen solltest du den Call to Action geschickt platzieren, z.B. in Form eines Produkt-Teasers oder einfach als „Kaufen“-Button.

Onlineshop erstellen - CTA - in den Warenkorb

Kategorisierung

Zur Shopstruktur gehört auch das Einteilen der Produkte in Kategorien. Besonders bei Shops mit über 100 Produkten kommt man ohne Kategorien nicht mehr aus. Die Einteilung kann da auch schnell problematisch werden, wenn Produkte nicht mehr klar einer einzelnen Kategorie zuzuordnen sind.

Onlineshop erstellen - Kategorien

Onlineshop Erstellung – Kundenservice anbieten

Ein seriöser Webshop benötigt auch einen Kundensupport, am besten in Form einer Chat-Funktion oder zumindest eines Kontaktformulars. Außerdem solltest du auf jeden Fall eine Mail-Adresse und eine kostenlose Telefon-Hotline zur Verfügung stellen.

Rechtliche Stolpersteine – Worauf musst du achten?

Als Betreiber von einem Online-Shop kannst du schnell in rechtliche und damit auch finanzielle Schwierigkeiten geraten. Dies kann durch eine Abmahnung der Fall sein. Auch Verletzungen der Auszeichnungspflicht, die Impressumspflicht oder Verstoß gegen den Datenschutz können schwerwiegende Folgen für dich haben.

AuĂźerdem musst du den Verbraucherschutz und das Widerrufsrecht genau beachten.

Im Folgenden habe ich die wichtigsten Voraussetzungen fĂĽr einen rechtssicheren Shop aufgelistet. Wenn du dir in rechtlichen Fragen unsicher bist, solltest du aber auf jeden Fall einen Rechtsexperten hinzuziehen.

Impressum

Wie jede gewerbliche Website in Deutschland braucht auch ein Onlineshop ein Impressum. DafĂĽr gibt es zum GlĂĽck praktische Online-Tools, die ein passendes und rechtskonformes Impressum generieren.

Widerrufsrecht und AGB

Kunden müssen auf ihr Widerrufsrecht nicht nur hingewiesen werden, zusätzlich muss ihnen die Widerrufsbelehrung schriftlich (per E-Mail) zukommen. Auch ein Widerrufsformular muss im Shop zugänglich sein.

Datenschutz

Seit die DSGVO in Kraft getreten ist, wird insgesamt viel mehr Wert auf Datenschutz gelegt. In der Datenschutzerklärung wird festgelegt, wie Kundendaten gespeichert werden und welche Trackingverfahren, z.B. durch Cookies, im Shop zum Einsatz kommen. Weitere Infos zum Thema Datenschutz und Cookie-Einstellungen findest du in einem eigenständigen Beitrag.

đź’ˇ Onlineshop – Recht und Gesetz

Preisangaben der Produkte

FĂĽr den Verkauf an Endkunden mĂĽssen die Bruttopreise der Produkte angegeben werden. AuĂźerdem muss darauf hingewiesen werden, dass die Mehrwertsteuer im Preis enthalten ist.
Entsprechende Vorgaben macht hier die Preisangabenverordnung. Weitere Infos zum Thema Preisangabenverordnung findest du in einem eigenständigen Beitrag.

đź’ˇ Preisangabenverordnung (PAngV)

Bestellbutton und -bestätigung und Kündigungsbutton

Durch den Wortlaut des Bestell-Buttons muss eindeutig ersichtlich sein, dass durch den Klick eine kostenpflichtige Transaktion veranlasst wird.

Ein bloßes „Kaufen“ oder „Weiter“ reicht also nicht. Mit Formulierungen wie „Kostenpflichtig bestellen“ oder „Zahlungspflichtig kaufen“ befindest du dich immer auf der sicheren Seite.
Nach dem Abschluss einer Bestellung muss der Kunde eine schriftliche Bestätigung erhalten (z.B. per E-Mail).

Auch einen KĂĽndigungsbutton musst du deinen Kunden zur VerfĂĽgung stellen.
Weitere Infos findest du jeweils in 2 eigenständigen Beiträgen.

💡 Bestellbutton – Button-Lösungen für den Onlinehandel

💡 Kündigungsbutton im Onlineshop – 5-stufiges Online-Kündigungsverfahren

Produkthaftungsgesetz

In welchen Fällen ein Onlineshop-Betreiber für fehlerhafte Produkte gegenüber Kunden haften muss, regelt das Produkthaftungsgesetz (ProdHaftG). Dies legt in erster Linie die Haftung eines Herstellers bei mangelhaften bzw. fehlerhaften Produkten fest.

Die Regelung umfasst dabei vor allem die Schutzgüter Leben, Körper und Gesundheit.
Verpackungsgesetz bzw. Verpackungslizenzierung
Jedes Unternehmen, das Verpackungen in Umlauf bringt, muss sich hier registrieren und seine Lizenzierungen hinterlegen.

Das Verpackungsgesetz (gĂĽltig ab 01.01.2019) beinhaltet die EinfĂĽhrung einer zentralen Registrierungsstelle (LUCID), bei der alle Informationen rund um die Verpackungslizenzierung zusammenlaufen. Ausnahmen bestehen nur, wenn Verkaufsverpackungen bereits anderweitig, beispielsweise vom Hersteller selbst, lizenziert wurden. Wenn dies der Fall ist, muss jedoch ein eindeutiger Nachweis erbracht werden.

Nicht lizenziert werden mĂĽssen so genannte Serviceverpackungen, die seitens des Herstellers in den Verkehr gebracht wurden.

Regelungen zu Retouren und RĂĽcksendekosten

Durch die Novellierung des Widerrufsrechts, am 13.06.2014, hat der Gesetzgeber auch die Regelung der Rücksendekosten im Onlineshop geändert.

Unabhängig von einer Wertgrenze legt das Gesetz nunmehr fest, dass die Kosten der Rücksendung vom Käufer zu tragen sind. Allerdings muss der Verkäufer Sie rechtzeitig vor Vertragsabschluss darauf hingewiesen haben. Weiterführende Infos zum Widerrufsrecht findest du in einem separaten Beitrag

sonstige Bestimmungen

Neben den vorgenannten, für den Onlinehandel global gültigen Gesetzen und Vorschriften, gibt es auch noch weitere Gesetze, die je nachdem welche Produkte in einem Onlineshop vertrieben werden sollen, relevant werden können. Hier sollen exemplarisch nur mal Jugendschutzgesetz, Waffenrecht, Lebensmittelrecht, Betäubungsmittelrecht, Arzneimittelgesetz genannt sein.

Also grundsätzlich alle Gesetze, die auch für den stationären Handel gelten. Bitte informiere dich hierzu entsprechend, bevor du einen solchen Onlineshop überhaupt planst.

Onlineshop Erstellung – Ohne Marketing geht es nicht!

Plane deine Marketing Maßnahmen. Am Ende der Schritt für Schritt Anleitung musst du deine Marketingmaßnahmen planen. Ohne diese wirst du keine Kunden gewinnen können und damit auch nicht ausreichend Umsätze erzielen.

Am wichtigsten ist es, dass du einen Medienbruch vermeidest. Das bedeutet, dass du Kundenverluste durch den Wechsel von einem Medium zum anderen vermeiden musst.

Die effektivste MaĂźnahme ist hier das Online-Marketing. Wichtig ist hier die Unterscheidung in zwei Arten von Traffic.

Kostenloser Traffic

Unter natürlichem Traffic versteht man jeglichen Traffic, der nicht durch bezahlte Werbeanzeigen entsteht. Das heißt jedoch nicht, dass es nicht möglich ist, den natürlichen Traffic zu erhöhen. Hier sind ein paar Methoden:

Paid Traffic

Als Paid Traffic bezeichnet man den Traffic, der durch bezahlte Werbeanzeigen zustande kommt. Diese Form des Marketing empfiehlt sich besonders fĂĽr Unternehmer mit einem gewissen Budget, da sie anfangs nicht ganz billig ist.

Optimal ist es natürlich wenn dieses Startkapital durch die aus dem generierten Traffic entstandenen Käufe wieder ausgeglichen oder übertroffen wird.

SEO / Suchmaschinenoptimierung

SEO steht fĂĽr die Optimierung eines Onlineshops und seiner Inhalte mit dem Ziel, von Suchmaschinenalgorithmen (z.B. bei Google und Bing) als möglichst relevant eingestuft zu werden. Onlineshop Erstellung ohne SEO – Keine Chance auf Erfolg!

Hierzu platziert man gezielt die Keywords, auf deren Anfrage man angezeigt haben möchte, so in dem Titel, den Inhalten, der Meta-Description, usw. deines Shops, dass er als für den entsprechenden Suchbegriff besonders passend eingestuft wird.

My Business Eintrag bei Google

Für lokale Unternehmen, aber nicht nur für die,  ist es empfehlenswert, den Standpunkt auf Google einzutragen, sodass der Laden auf Google Maps angezeigt wird.

Onlineshop Erstellung und Social Media

Wir leben in einer Zeit, in der Social Media das Medium mit der größten Reichweite und Bedeutung geworden ist. Besonders junge Kunden erreicht man per Social Media Marketing am besten.

đź’ˇ Mehr zur Bedeutung von Sozialen Medien fĂĽr Onlineshops

Newsletter Marketing

Auch wenn Newsletter immer wieder totgesagt werden und der Datenschutz das Arbeiten damit schwieriger gemacht hat, so eignen sich Newsletter immer noch sehr gut, um aus Erstkunden Stammkunden zu machen.

So werden sie immer wieder animiert, zu deinem Shop zurĂĽckzukehren und wieder bei dir zu kaufen.

Für den Einstieg gibt es einige kostenlose Newsletter-Dienste, die den Prozess automatisieren und den Kunden festgelegte Abfolgen von E-Mails senden können.

Google AdWords fĂĽr Onlineshops

In Suchmaschinenwerbung (SEA) wie Google AdWords zu investieren lohnt sich vor allem, wenn du Produkte verkaufst, für die bereits eine hohe Nachfrage besteht. Google AdWords Anzeigen werden dann nämlich bei den Suchergebnissen weiter oben angezeigt und als Werbeanzeige gekennzeichnet.

Bing Ads

Bing Ads funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie Google AdWords, mit dem Unterschied, dass die Kosten meist niedriger sind.

Da die Suchmaschine Bing jedoch bei weitem nicht so viel genutzt wird wie Google, ist automatisch auch die Reichweite geringer. Als Ergänzung zur Erhöhung der Gesamtreichweite eignen sich Bing Ads schon eher.

Facebook Ads

Social Media Marketing lohnt sich vor allem fĂĽr Onlineshops mit Nischen- oder Trendprodukte. Mit Social Media Werbung wie Facebook Ads lassen sich gezielt Zielgruppen ansprechen.

Man sollte auch beachten, dass Werbung auf sozialen Medien am besten bei Produkten funktioniert, die intuitiv gekauft werden, beispielsweise Kleidung oder Lifestyle-Produkte.

Instagram Ads

Instagram Ads eignen sich besonders gut, um eine junge Zielgruppe anzusprechen, da Jugendliche dort eher anzutreffen sind als auf Facebook.

Abgesehen von direkter Werbung kann man auch Influencer Product-Placements bezahlen und sich so deren Reichweite zu Nutze machen.

Werbung in passenden Online-Magazinen

Eine weitere Möglichkeit bieten Werbebanner oder Product-Placements in Branchen relevanten (Online-) Magazine. Auch hier wird genau eine Zielgruppe angesprochen, die somit auch wahrscheinlicher an deinem Produkt interessiert ist.

Ergebnisse auswerten und MaĂźnahmen ergreifen

Wer nicht analysiert, verliert! Der Bereich Analyse und Auswertung der Besucher im eigenen Shop kommt bei vielen Unternehmern einfach zu kurz. Obwohl dies genau der Punkt ist, an dem sich ein riesiger Hebel befindet.

Ohne diese erhobenen Daten finden wir nur schwer oder gar nicht heraus, an welcher Stelle im Checkout-Prozess die meisten Besucher abspringen.

Um welcher Uhrzeit, an welchem Tag, aus welcher Stadt über welchen Kanal ist der Umsatz am höchsten? Welcher Artikel wird im Verhältnis am häufigsten besucht, macht aber unverhältnismäßig den geringsten Umsatz.

Alle diese Informationen finden wir nur durch Analyse heraus. Doch bevor die Aktivitäten ausgewertet werden können, müssen Daten gesammelt werden. Ein beliebtes Werkzeug dazu sind wohl die grundlegenden Funktionen innerhalb des Shopsystems.

Wer allerdings professionell einen eigenen Shop betreibt, der wird nicht an zusätzlicher Analysesoftware vorbeikommen.

Die wohl beliebteste Software, weil auch kostenlos, dafĂĽr ist Google Analytics.

Onlineshop Erstellung – Lohnt es sich noch?

Der Onlinehandel wird immer mehr zu einem der bedeutendsten Bereich der Internationalen Handelswirtschaft, während lokale Unternehmen zunehmend verdrängt werden.

Ein erfolgreiches Unternehmen kommt kaum mehr ohne einen Onlineshop aus.

Viele Kleinunternehmen nutzen deshalb Plattformen wie eBay oder Amazon Marketplace als Verkaufskanal.

Diese haben jedoch einige Nachteile: Zum einen sind die Provisionen mit bis zu 20% sehr hoch, zum anderen lassen sich ĂĽber diese Plattformen nur schwer ein Kundenstamm und eine eigene Marke aufbauen.

Man hat zwar Zugriff auf die großen Besucherströme der Plattformen, diese verbinden ihre Käufer meistens aber auch lediglich mit der Plattform, und vergessen den eigentlichen Händler. Außerdem wird jegliches aktives Marketing unterbunden, da man keinen Zugriff auf Kundendaten hat.

Auf lange Sicht kommt man mit einem eigenen Shop also meist besser weg.

Onlineshop Erstellung – Fazit

Du bist alle Punkte dieses Ratgebers durchgegangen? Dann hast du jetzt eine Vorstellung, was es braucht, um einen Onlineshop zu erstellen. Natürlich stellst du dir spätestens jetzt die Frage – Kann ich das selber machen? Oder muss ich damit jemanden beauftragen?

Diese Frage kann ich dir frühestens nach einem persönlichen Erstgespräch beantworten. Denn dazu muss ich dein Projekt kennen. Schließlich ist kein Shop wie der andere. Zumindest nicht, wenn er erfolgreich sein soll.

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Über den Autor: Frank Hamm – Der Onlineshop-Experte. Ursprünglich ein Kind des Ruhrgebietes, war er viele Jahre verantwortlich für Planung und Umsetzung von technischen IT Projekten in verschiedenen internationalen Unternehmen. Seit dem Einstieg in die Selbstständigkeit 2003, im Bereich Webdesign, lebt und arbeitet er im Rhein-Main-Gebiet. Anfänglich neben Webdesign auch noch mit IT Service. Seit 2010 ausschließlich im Bereich Webdesign und SEO. Inzwischen als Onlineshop-Experte mit Spezialisierung auf Beratung, Erstellung und Optimierung von Onlineshops. Vom Standort 56459 Mähren aus betreut er KMUs, Händlern und Dienstleistern mit einem Onlineshop und bei ihrem Einstieg ins E-Commerce.